Tipps für Eltern: Kinder und Jugendliche im Umgang mit aktuellen Maßnahmen zum Corona-Virus unterstützen

Jedes Kind, jede bzw. jeder Jugendliche reagiert anders auf belastende und verunsichernde Situationen. Manche spüren körperliche Symptome wie Müdigkeit, Kopf- und Bauchschmerzen oder Appetitverlust. Andere wiederum sind eher ängstlich, sehr verunsichert oder besonders nervös und reizbar, manche haben Ein- und Durchschlafprobleme. Es gibt aber auch Kinder, die keine offensichtlichen Stressanzeichen zeigen.

11 Tipps, mit denen Sie Ihrem Kind helfen können.

Elternbrief 03.04.2020

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

die Frage „wie geht’s“ wurde in den letzten Jahren häufig zur Floskel, eine ehrliche Antwort wurde nicht erwartet. Das hat sich geändert, die Frage „Wie geht es Ihnen als Eltern und euch, also meinen Schülerinnen und Schülern?“ ist mir zu einem ehrlichen Anliegen geworden. Dabei steht an erster Stelle die Hoffnung, dass es Ihnen und Ihren Familienangehörigen gesundheitlich gut geht, denn Gesund-heit ist der höchste Wert, dies wurde uns in den letzten Wochen deutlich bewusst.
Meine Frage „Wie geht es Ihnen und euch?“ bezieht sich auch auf den schulischen Alltag zu Hause. Ich habe größte Hochachtung vor Ihnen und Ihren Kindern, wie gut sich alle mit den Gegebenheiten arrangieren und versuchen, das Beste daraus zu machen. Dass dies kein einfacher Weg ist, dass dies von Ihnen und Ihren Kindern extrem viel fordert, dass Familien dadurch an die Grenzen (und darüber hinaus) dessen geraten, was Familie leisten kann, ist mir bewusst. Umso mehr bedrückt es mich, Ihnen dabei nicht mehr als durch Elternbriefe und das Angebot beizustehen, immer ein offenes Ohr für Schwierigkeiten, Probleme oder Sorgen zu haben. Das gilt für die gesamte Schulleitung, die Jahrgangsstufenbetreuer, Klassenleitungen und alle Fachlehrer. Wir müssen uns einerseits weiterhin voneinander fern halten und trotzdem habe ich das Gefühl, dass alle am Schulleben Beteiligten (also Ihre Kinder, Sie als Eltern, die Lehrkräfte und die Schulleitung) mental zusammenrücken und wir uns gegenseitig unterstützen, wo es nur geht. Wir sind eine Gemeinschaft und wollen auch entsprechend umsetzen, dass wir „Gemeinschaft“ zurecht als obersten und über allen anderen stehenden Wert unserer sozialwirksamen Schule gewählt haben.
Ich danke Ihnen für alle Formen der Rückmeldung an mich, die Jahrgangsstufenbetreuer oder Fachlehrer. Damit meine ich einen Dank oder Lob ebenso wie Klagen, die wir immer als konstruktive Kritik sehen. Wir alle sind in diese Form der „Schule daheim“ ohne lange Planung oder Vorbereitung hineingeworfen worden und müssen damit umgehen. Wir wollen aber um der Kinder willen, aus Fehlern, falschen Einschätzungen, Überforderungen lernen und dies verbessern. Dies ist uns jetzt wie auch im normalen Schulalltag ein wichtiges Anliegen. Deshalb wenden Sie sich an uns mit Klagen, Bitten, Vorschlägen! Wie es nach den Osterferien weitergeht? Wir wissen es noch nicht, ich werde Sie in einem Elternbrief, sobald wir etwas erfahren, informieren.

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Ich hoffe, dass Sie, Ihre Kinder und alle Menschen, die Ihnen nahestehen, bei guter Gesundheit sind und auch bleiben.
Passen Sie auf sich und Ihre Familie auf und bleiben Sie behütet!

 

Ihr/ Euer Schulleiter Peter Schobert

Telefonische Sprechstunde des Direktorats

Für Fragen während der Osterferien steht Ihnen das Direkorat mittwochs von 10 - 12 Uhr telefonisch zur Verfügung. Selbstverständlich können auch außerhalb der Sprechzeiten Termine vereinbart werden.

Schule daheim – wie geht’s Schulleiter, Eltern und Lehrkräften damit

Und was macht ein Schulleiter momentan allein in der Schule? Peter Schobert vom Gymnasium Eschenbach ist zunächst froh, dass technisch alles für die Schüler funktioniert. Gespräche, persönliche Begegnungen fallen für ihn weg, dafür gilt es täglich die neuen Mitteilungen des Kultusministeriums zu überprüfen, die elektronische Post durchzugehen, Anfragen von Lehrkräften, Eltern und Schülern zu beantworten, die Digitalisierung voranzubringen. „Die Schule ist ja nach wie vor da“, meint er, allerdings eben ohne die Menschen, die Schule ausmachen.

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Elternbrief 27.03.2020

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

die zweite Woche liegt hinter uns, die technische Seite der „Schule daheim“ wird zur Routine, die praktische Seite der „Schule daheim“ wird schwieriger. Es geht sicher den meisten so, dass in der ersten Woche das Neue und Ungewohnte einen gewissen Reiz ausgeübt haben, dass jetzt Alltag eingekehrt ist, viele Kinder einen normalen Schulbetrieb (bzw. vor allem die Klassenkameraden) vermissen und es schwerer fällt, sich zu motivieren. Wir hoffen, nach den Osterferien den Schulbetrieb wieder aufnehmen zu können, aber leider: wir hoffen nur, wir wissen es nicht.

Sie als Eltern sollen jetzt nicht den Eindruck haben, momentan neben den täglich neuen Lernaufgaben für ihre Kinder zusätzlich mit Elternbriefen überhäuft zu werden, aber es ist mir ein Anliegen, den Kontakt und die Beziehung zu Ihren Kindern und Ihnen beizubehalten.

Wenn es Fragen, Unsicherheiten (allgemein oder individuell), Schwierigkeiten mit den Arbeitsaufträgen oder Lernaufgaben gibt, melden Sie sich bitte, fragen Sie nach! Alle Fachlehrkräfte, Jahrgangsstufenbetreuer oder die Schulleitung sind für Ihre Kinder und Sie gerne da. So manche Lehrkraft freut sich auch über ein „Lebenszeichen“ oder eine Rückmeldung von ihren Schülern.

Nach den Osterferien waren der dritte Zwischenbericht, eine Schulversammlung und der Elternsprechtag angesetzt. Wann wir diese Termine nachholen, teile ich Ihnen mit, wenn wir planen können. Auch über Nachholtermine für ausgefallene oder kurz nach den Ferien angesetzte Leistungsnachweise in den einzelnen Klassen werden die Schüler rechtzeitig informiert.

Von der Schulberatungsstelle gibt es Elterntipps, wie Sie Ihre Kinder unterstützen können. Neben den schulischen Lernzielen ist es sehr wichtig, dass wir auf die psychische Gesundheit unserer Kinder achten. Jedes Kind reagiert anders auf belastende oder verunsichernde Situationen, manche zeigen körperliche Symptome (Kopfschmerzen, Bauchschmerzen), andere sind reizbarer, haben Schlafprobleme. Schule ist eine Seite im Leben Ihres Kindes, aber nicht die wichtigste. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Situation so, wie es sie verstehen kann, aber reden Sie nicht über alles, was vielleicht sein kann. Helfen Sie Ihrem Kind, sich abzulenken, dem Alltag eine Struktur zu geben (dem dienen auch maßgeblich die Lernaufgaben der Schule), und ermöglichen Sie auch Kontakte mithilfe der sozialen Medien. Derzeit sind Sie als Eltern die größte Stütze für die Kinder, Ihre Art des besonnenen Umgangs mit der Krise ist eine unschätzbare Lehre fürs Leben der Kinder. Leider können wir Sie hier als Schule nur derart unterstützen, dass ich Ihnen immer wieder meine Anerkennung und meinen Dank für Ihre gegenwärtigen Aufgaben ausdrücke.

Verschiedene Aktionen gibt es mittlerweile, um die Menschen zum Durchhalten zu motivieren, sei es von Radiosendern, durch die Medien allgemein, von den Kirchen etc. Auch für mich ist die Situation im Schulhaus ohne Schüler weiterhin unnatürlich. Regelmäßig beim Gong um 9.30 Uhr zur ersten Pause, wenn eben nicht ein gewisser Lärmpegel die Schule erfüllt, sondern es weiterhin still bleibt, nehme ich mir zwei Minuten, um intensiv an meine Schülerinnen und Schüler zu denken, bin dankbar für die Zuverlässigkeit beim Erfüllen der Aufgaben, für die Verantwortung, die die Fünftklässler ebenso wie die Abiturienten oder besser alle Schülerinnen und Schüler beim selbstbestimmten Lernen zeigen, und wie sehr sich alle Seiten gemeinsam bemühen.

In diesem Sinne: Passen Sie gut auf sich und Ihre Kinder auf und wir alle freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen,

Ihr Schulleiter Peter Schobert