Alkohol und Drogen im Straßenverkehr
Die zehnten Klassen bekamen Besuch von den Polizeihauptmeistern Zawal und Troppmann von der Polizeiinspektion Eschenbach. In ihrem Präventionsformat rund um „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ verbanden die beiden Praxis, Fakten und klare Botschaften – mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler für Risiken hinterm Steuer zu sensibilisieren.
Zum Auftakt stand das Thema Alkohol im Mittelpunkt. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: 2025 wurden in Deutschland über 2,5 Millionen Verkehrsunfälle polizeilich registriert, 2.770 Menschen kamen ums Leben – vermeidbare Risiken wie Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss tragen dazu bei. Besonders betont wurde, dass schon geringe Mengen, Restalkohol am Morgen oder „nur ein Bier“ die Reaktionsfähigkeit, das Blickfeld und die Einschätzung von Geschwindigkeiten messbar verschlechtern. Neben den rechtlichen Folgen – von Bußgeld und Punkten über Fahrverbot bis zur MPU – ging es um alltagstaugliche Strategien: nüchterne Fahrerin oder nüchterner Fahrer in der Gruppe, ÖPNV und Rufdienste nutzen, Schlüssel abgeben, im Zweifel das Auto stehenlassen. Im Praxisteil sorgten Rauschbrillen für Aha-Momente: Geradeaus gehen, einen Ball fangen oder einen Schlüssel aufheben – plötzlich wurde aus Routine Präzisionsarbeit.
Im zweiten Abschnitt rückten psychoaktive Substanzen in den Fokus. Cannabis ist seit 2024 in Deutschland in bestimmten Grenzen legal – am Steuer bleibt es dennoch tabu. Die Beamtinnen und Beamten erklärten, dass THC die Aufmerksamkeit, die Spurhaltung und die Reaktionszeit beeinträchtigen kann und dass für den Straßenverkehr weiterhin klare Regeln und Grenzwerte gelten. Andere Stimulanzien wurden ebenso als riskant beschrieben: kurzfristig Leistungsgefühl, langfristig massive gesundheitliche Schäden – und im Verkehr eine tickende Zeitbombe. Begrifflichkeiten wie Flashback oder Wirkdauer wurden geklärt, dazu die Konsequenzen von Besitz, Konsum und Fahren unter Einfluss erläutert.
Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit für viele Fragen, die offen, lebensnah und ohne erhobenen Zeigefinger beantwortet wurden. Die Kernbotschaft blieb hängen: Wer den Schlüssel dreht, fährt nüchtern – zum Schutz der eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. So wurde aus einer Unterrichtsstunde ein Stück gelebte Verkehrssicherheitsarbeit, das Bewusstsein schärfte und zu verantwortungsvollen Entscheidungen ermutigte.
HOL/SOL
