Von Apfel bis Joghurt: Unterricht wird zum Geschmackserlebnis

Die 5. Klassen des Gymnasiums Eschenbach nahmen im Rahmen des Natur-und-Technik-Unterrichts an einem Projekt zur Sensorik teil. Ziel war es, die Sinne der Kinder zu schärfen und ihnen bewusst zu machen, wie Geschmack und Wahrnehmung funktionieren.

Geleitet wurde das Projekt vom Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Weiden/Tirschenreuth. Drei abwechslungsreiche Stationen wurden vorbereitet, an denen die Kinder selbst aktiv werden konnten.

An der ersten Station ging es um Äpfel: Die Fünftklässler verkosteten verschiedene einheimische, regionale sowie eingeführte Sorten und versuchten, diese anhand von Geschmack und Mundgefühl zu unterscheiden. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich selbst ähnliche Apfelsorten sein können. Zudem erfuhren die Kinder, dass der Griff zu einheimischen und saisonalen Sorten den ökologischen Fußabdruck reduziert. Kurze Transportwege und eine oft geringere Notwendigkeit für chemische Behandlungen machen regionale Äpfel zu einer nachhaltigeren Wahl.

 

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Die zweite Station forderte den Geschmackssinn heraus. Hier durften die Kinder unterschiedliche Zuckerlösungen testen, ihre Süße einschätzen und in eine Rangordnung bringen. Anschließend galt es, die Lösungen bekannten Getränken zuzuordnen – eine Aufgabe, die für viele überraschend knifflig war.

Für Staunen sorgte die dritte Station: Beim Verkosten von gelbem und rotem Joghurt sollten die Schülerinnen und Schüler erraten, um welche Sorte es sich handelt. Viele lagen daneben – zur großen Überraschung stellte sich heraus, dass beide Joghurts Vanillegeschmack hatten und der rote lediglich durch Farbstoff eingefärbt war. Täuschung gelungen!

Die Veranstaltung wurde von der Chemielehrerin Bianca Regner-Hofmann organisiert und stieß bei den Kindern auf große Begeisterung. Neben dem Spaßfaktor nahmen die Schülerinnen und Schüler vor allem eine wichtige Erkenntnis mit: Unsere Sinne lassen sich leicht täuschen – und genaues Hinsehen, Riechen und Schmecken lohnt sich.